Warum ist Veränderung nur so schwer?

Männer

Kennt ihr das? Vom Kopf her ist euch vieles klar. Ihr seid in therapeutischer Behandlung und dieTherapie hat euch die Einsichten gebracht, die ihr braucht, um gesund zu werden. Ihr habt es kapiert. Ihr wisst jetzt wie es geht.

Ja, theoretisch ist das so. Zumindest geht es mir so. Ich hab wirklich viel verstanden. Rational weiß ich was zu tun ist. Welches Verhalten schädlich für mich ist, wo Fallstricke lauern, wie ich mit kritischen Situationen umgehen soll und und und.

Mein Kopf weiß das alles, aber dann kommt mein Gefühl und reißt mich wieder hinunter auf den Boden meines Brunnens (bei euch ist es vielleicht der schwarze Hund der euch anfällt).

Warum um Himmels willen lässt man, oh pardon, immer in der Ich-Form: warum verdammt noch mal, lasse ich es nicht sein. Warum bete ich mir immer wieder die gleichen negativen Sachen vor, warum werte ich mich immer wieder ab, fühle mich schuldig, wo es gar nicht nötig wäre.

Als ich heute das folgende Video sah, hat es mich fast umgehauen.

via: andersdenken.at

Wenn es solange dauert, eine Bahnung im Gehirn zu verändern, und derjenige der sich umtrainieren will, noch nicht mal was zu verlieren hat und es auch kein Problem ist, wenn der Versuch scheitert, wieviel schwieriger muss es dann sein, unsere emotionalen Bahnen im Gehirn umzubauen?

Beim Fahrradfahren sorgt das Gehirn automatisch dafür, dass wir in der Spur bleiben. Es weiß, wie es uns im Gleichgewicht hält. Und das Video zeigt, wie unglaublisch schwer es ist, diese Automatismen zu stoppen und ein neues Vorgehen zu programmieren, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.

Und ist es bei den Emotionen nicht genau das Gleiche? Das Gehirn weiß, wie es uns im Gleichgewicht hält. Wie im obigen Film beim Fahrrad fahren, hat es schon ganz früh gelernt was nötig ist, um uns im Gleichgewicht und am Leben zu halten. Dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben, merkt es von alleine nicht. Und so müssen wir (ich) üben und üben und üben und üben und immer wieder auf die Nase fallen, bis das Gehirn es geschnallt hat, dass es jetzt einen anderen Weg gibt, um im Gleichgewicht zu bleiben.

Der Film hat mir ein wenig Hoffnung gegeben, dass sich das Dranbleiben lohnt, dass ich irgendwann auf meinem neuen Fahrrad fahren kann ohne beim kleinsten Schlenker auf die Nase zu fallen.

Was meint ihr? Kann man das Beispiel übertragen? Wie ist es euch mit dem Film ergangen?

Euer Brunnenkind

 

 

 

 

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